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Der Karakal oder Wüstenluchs
(Caracal [Profelis] caracal)

Der Karakal bewohnt Wüsten, Halbwüsten und Dornsavannen Afrikas, Arabiens und Vorderasiens. In einigen Teilen Afrikas und in Indien gilt er als bedroht. Der Name „Karakal“ kommt aus dem türkischem und bedeutet soviel wie „Schwarzohr“.

Lebensweise

Der Karakal ist ein Einzelgänger, gelegentlich soll er auch paarweise auftreten. Als Lager benutzt er verfiltre Grasbüschel, Felsspaten, Steinhaufen und leere Bauten anderer Tiere. Karakale sind vorwiegend in der Moregen- und Abendstunde activ, in der heißesten Jahreszeit jedoch nachts.

Jagd und Ernährung

Den Flüssigkeitsbedarf vermag er über längere Zeit durch die Körperflüssigkeit seiner Beute zu stillen.
In Asien jagt er in den Wintermonaten auch am Tag. Obwohl der Karakal über kurze Strecken ausgesprochen schnell sein soll, jagt er weniger nach Art des Geparden, sondern, wie unsere Hauskatze, durchs Anschleichen. Seine hauptsächlichen Beutetiere sind Nager, Hasen, Springhasen und Wüstenspringmäuse. Sehr geschickt ergreift er auch niedrig fliegende Vögel. Karakale können fast aus dem Stand aus beachtliche Hochsprünge leisten und vermögen so aus einem fliegendem Vogelschwarm gleich mehrere Vögel zu erbeuten.
Obwohl sie relativ hochbeinig sind, erjagen sie die Beute nicht auf Art des Geparden, sondern eher wie unsere Hauskatze.
Sonstige Beutetiere stellen Gazellen, Dik-.Diks, Steinböcke, Klippschliefer, junge Impalas, Riedböcke und in Asien Hirschböcke dar. Angeblich sollen sie sogar Strauße beim Brüten überwältigen. Den Flüssigkeitsbedarf vermag der Karakal über längere Zeit durch Körpersäfte seiner Beutetiere decken.

Fortpflanzung

Geburten kommen das ganze Jahr über vor. Nach einer Tragzeit von 70 – 78 Tagen bringt das Karaklweibchen 1 – 5 Junge zur Welt. Diese können gleich am ersten Tag sehen, öffnen die Augen jedoch erst nach 6 – 10 Tagen vollständig. Die Neugeborenen sind grau gefärbt und haben am Bauch noch rötliche Tupfen. Die Jungen werden etwa 10 Wochen lang gesäugt, völlig ausgewachsen sind sie jedoch erst mit 21 Monaten.

Besonderheiten: In früheren Zeiten wurde der Karakal, wie der Gepard, in Indien und dem vorderen Orient zur Jagd auf Antilopen, Hasen, Füchsen und Vögeln abgerichtet.

Aussehen und Größe:

Fell: kurz;
Farbe: kein Fellmuster; Oberseite gelbbraun bis sandfarben oder isabellfarben bis braunrot; Unterseite sowie Kehle: weiß;
Kopf: schmal, kein Backenbart;
Augen: gelbbraun, Pupille zieht sich rundlich zusammen
Ohren: groß und spitz, schwarz gefärbt, besonders bei den Jüngeren, bei den Alttieren fast nur noch am Rand; lange Ohrpinsel;
Körper: schlank, auffallend hochbeinig;
Pfote: zierliche Pfoten ohne Sohlenpolster;

Kopf-Rumpflänge: 62 – 82cm
Schwanzlänge: 23 – 32cm
Schulterhöhe: 40 – 45cm
Gewicht: 8 – 18kg





Familienverwandte:
evnt.: afrikanische Goldkatze, asiatische Goldkatze, Borneokatze, Tibetkatze

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