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Die Rohrkatze
(Felis chaus)

Die Rohrkatze, auch Sumpfluchs genannt, ist von Ägypten über Südasien bis nach Indochina verbreitet. In diesem Gebiet bewohnt sie sowohl feuchte Schilfdickichte, wie trockenen Dornbusch, dichte Wälder oder auch Landwirtschaftsflächen. Ihren zweiten Namen verdankt diese Katze ihren bis 1 1/2cm langen Ohrpinseln. Sie ist aber kein echter Luchs, sondern gehört zu der Verwandtschaft der eigentlichen Wildkatzen, zu der auch unsere einheimische Wildkatze gehört. Deshalb sollte man diese Bezeichnung besser meiden.

Allgemeines Verhalten und Jagd

Rohrkatzen sind meist Einzelgänger und tagactiv. Innerhalb des Territoriums haben sie mehrere Lager, meist ziehen sie in verlassene Bauten von anderen Tiere, wie Dachs oder Stachelschwein. Nicht selten hausen sie aber auch in einem Schilfdickicht oder einem Busch.
Oft dringt sie ebenfalls in Dörfer vor, und am Südrand des Himalajas soll sie gerne verlassene Hütten bewohnen.
Die Rohrkatze ist ein guter Kletterer, springt aber lieber auf Äste – bis zu beachtlichen Höhen. Ihr Sprungvermögen nutzt sie auch im Schilf, von wo sie auffliegende Vögel in der Luft mit einem Sprung erreicht. Vögle stellen zusammen mit Kleinsäugern ihre Hauptnahrung dar. Daneben frisst sie auch Echsen, Schlangen, Fische, Frösche und Käfer doch können Rohrkatzen auch Beute bis zur Größe von kleinen Axishirschen und Vögel bis zu Pfauengröße schlagen.

Fortpflanzung

Die Fortpflanzungszeit ist an keine Jahreszeit gebunden. Die Rohrkatze wirft nach 63 – 68 Tagen meist 3 oder 4 (1-7 sind möglich) Junge. Diese werden im Alter von 14-16 Wochen entwöhnt. Der Vater soll sich n der Aufzucht der Jungen beteiligen, nachdem er anfänglich von der Katze vom Wurflager vertrieben wurde.

Bestand und Feinde

Rohrkatzen sind im Moment nicht in ihrem Bestand bedroht. Natürliche Feine ist vor allem der Leopard, ferner Wolf, Hyäne und Rothund.

Besonderheiten: Rohrkatzen werden in Menschenhand sehr zahm. In Altägypten wurden Rohrkatzen als Jagdhilfen eingesetzt.

Aussehen und Größe:

Im Iran zeichnen sie sich durch auffallend langen Pelz aus. Farbe: Einfarbig sandbraun, rötlich oder gräulich gefärbt; ungefleckt; bei manchen Tieren noch Reste jugendlicher Streifenzeichnung
vorhanden;
Schwanzspitze: schwarz; gelegentlich auch mit ein paar Ringen;
manche Unterarten recht gedrungen, meist jedoch besonders langbeinig;
auf dem indischem Subkontinent häufig schwarze Exemplare;

Klopf-Rumpflänge: 56 – 90cm
Schwanzlänge: 22 – 29cm
Schulterhöhe: 35 – 50cm
Gewicht: 5 – 16kg


Familienverwandte:
europäische Wildkatze, Falbkatze, Steppenkatze, Sandkatzen, entfernt auch Manul

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