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Die Tiger der wärmeren Zonen
(Pathera tigris)

Beim Tiger werden 8 Unterarten unterschieden (siehe: Unterarten/Großkatzen). Er bewohnt größtenteils Busch- und Waldlandschaften bis hinauf zu Sibirien (s.: sibirischer Tiger). In Indien ist er auch in Gebirgslagen bis zu 3 000m Höhe anzutreffen. Gelegentlich dringen Tiger auch bis zu Dorfrändern vor. Alte, verletzte oder unerfahrene Tiger fallen dort auch Vieh und Menschen an (s.: Wildkatzen und Menschen / Menschenfresser).

Lebensweise und Revier

Tiger jagen am Tag, dort wo sie gestört oder gejagt werden jedoch in der Dämmerung oder in der Nacht. Den Tag verbringen sie meist im Dickicht, unter einem umgestürztem Baumriesen oder Höhlen. Der Tiger ist ein Einzelgänger und lebt in festen Revieren, deren Größe zwischen 30 und 60km² schwankt. Normalerweise ist das Revier des Männchen größer als das der Weibchen und schließt oft mehrere Reviere von ihnen ein.
Der Tiger ist ein ausgezeichneter Schwimmer. Er durchschwimmt nicht nur breite Flüsse und starke Ströme, sondern auch Meerengen. Auf Bäume klettert der Tiger aufgrund seiner Größe und seines Gewichts äußerst selten und dann auch nur schlecht.

Jagd und Ernährung

Der Tiger jagt meist aus dem Hinterhalt. Zu den Beutetieren gehören meist Hirsche, Wildschweine und Affen aber auch Büffel und Gaure (= Wildrinder). Ein männlicher Gaur wiegt etwa 700kg und ist damit mehr als doppelt so schwer wie ein Tiger. Obwohl die gestreifte Katze einen solchen Gegner fast immer töten kann, zieht er lieber junge oder alte Tiere vor, da diese weniger Widerstand leisten. Selbst an Bären und Jungelefanten wagt er sich heran, was für den Tiger selbst nicht ungefährlich sein kann. Er tötet gelegentlich auch kleinere Wildkatzen bis zur Größe vom Leoparden und andere Raubtiere. Tiger fressen aber auch kleinere Tiere wie Echsen, Vögel, Kleinsäuger, seltener Stachelschweine und Schildkröten. In Zeiten der Not verschmäht er auch Aas, Vogeleier und selbst Beeren und Insekten nicht.
Es wurde beobachtet, dass Männchen zwar nicht für Weibchen mit Jungen jagen, sie aber manchmal von ihrer Beute fressen lassen. Man hat gesehen, wie ein Männchen geduldig wartete, bis sich das Weibchen und die Jungen an seiner Beute gesättigt hatten.

Fortpflanzung

Die Fortpflanzungszeit des Tigers ist normalerweise Frühling. Nach einer Tragzeit von 95 – 114 Tagen bringt die Tigerin in einem gut geschütztem Versteck 1 – 7 Junge (meist jedoch 2 – 4) zur Welt. Diese wiegen bei der Geburt etwa 800 – 1600 Gramm, sind 40 – 55cm lang und öffnen die Augen nach 3 – 10 Tagen. Mit 40 – 45 Tagen verlassen sie zum ersten Mal das Wurflager. Erste feste Kost nehmen sie im Alter von 55 – 60 Tagen zu sich, werden aber noch bis ins Alter von 5 – 6 Monaten gesäugt. Mit 8 – 11 Monaten beginnen die Jungen der Mutter auf ihren Streifzügen zu folgen. Die Jungen bleiben bis zum Alter von 2 – 3 Jahren bei der Mutter. Diese zieht dann nur im Abstand von 3 – 4 Jahren Junge auf.

Lebenserwartung

Die Lebenserwartung beträgt in Gefangenschaft bis zu 26 Jahren, in freier Natur 12 – 18, in seltenen Fällen bis zu 20 Jahren.

Besonderheit:
Ab und zu treten weiße Tiger auf, oder auch rahmgelbe mit gelbbraunen Streifen. Angeblich wurde einmal ein blaugrauer Tiger mit schwarzen Streifen in China, bei Lung-tao gesichtet.

Aussehen und Größe:
Der Körperbau gleicht dem Löwen; Sonst: rotbrauner Körper, der bei den südlich lebenden Arten immer mehr ins rot übergeht, An Bauch, sowie teils am Kopf weiß gefärbt, Am ganzen Körper, wie Kopf schwarz gestriffen, Streifenanzahl kann mit älter werden abnehmen

Kopf-Rumpflänge*: 140 – 230cm
Schwanzlänge*: 60 – 80cm
Schulterhöhe*: 75 – 90cm
Gewicht:     Männchen: 180 – 280kg
                     Weibchen: 115 – 185kg

*Bei allen Größenangaben bezieht sich die vordere Zahl auf die Maße des Balitigers, die hintere auf die des Königstigers.

Familienverwandte:
Löwe, Leopard, Jaguar

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