Die Onza – der „Wolfspuma“

In den Bergen Mexikos streift eine mysteriöse Katze herum. Sie ist extrem angriffslustig und soll schon einige Menschenleben auf dem Gewissen haben.

Als die Spanischen Konquistadoren staunend durch die Menagerie des Aztekenherrschers Montezumas mit ihrer Fülle an fremdartigen Tieren gingen, ihnen neben einem seltsamen mexikanischen Bullen mit löwenartigem Haar, einem Kamelhöcker und runden Schultern - dem Bison, auch drei Arten großer Katzen auf: ein „Tiger“ – womit man den Jaguar meinte und zwei Löwen. Der eine war der Puma, der auch heute noch als Berglöwe bezeichnet wird, der andere – welchen die Einheimischen als ‚Cuitlamitzli’  bezeichneten – soll einem Wolf ähnlich gesehen haben.

 Etwa 270 Jahre später, um 1750, berichtet der deutsche Jesuitenpater Ignaz Pfefferkorn, der in dem Bundesstaat Sonora tätig war, von einer solchen Katze, die enorm aggressiv wäre.

Auch der Jesuitenpater Johann Jakob beschreibt dieses Tier und berichtet außerdem über ein Ereignis mit einer solchen Katze: "Eine Onza wagte es die Mission meines Nachbarn zu überfallen als ich zu Besuch war. Sie griff dort einen 14 Jahre alten Jungen an. Das alles geschah bei Tageslicht und vor den Augen aller Leute. Ein paar Jahre zuvor hatte eine andere dieser Katzen hier den stärksten und angesehensten Soldaten der Region getötet."

Es gibt drei Vermutungen, wobei es sich bei dieser Onza handeln könnte: entweder ist sie eine noch nicht entdeckte Spezies oder eine Unterart des Pumas oder aber sie ist ein nichtexistierender Mythos. Mythen aber können nicht geschossen werden. Und es wurden bereits mehrere Onzas erlegt.

Im Oktober 1985 fand Richard Greenwell (ein Kryptonzoologe) im mexikanischen Bundesstaat Sinaloa bei Rancheros den Schädel einer vermeintlichen, zehn Jahre zuvor geschossenen Onza. Greenwell sprach mit vielen Einheimischen und bat um Nachricht, falls es Neues über die Onza gebe. Bereits ein halbes Jahr später bekam er Antwort: im Januar 86.

17 Stunden später wurde es eingefroren und anschließend untersucht. Es handelte sich bei der „Onza“ um ein graziles Tier mit schlanken Beinen, die wesentlich länger waren als die eines normalen Puma. Gleiches galt für Schwanz und Ohren. An den Vorderbeinen erkannte Greenwell kleine, horizontale Streifen, die bei Pumas nicht vorkommen. Die Krallen lassen sich nicht – oder nicht völlig – zurückziehen. Die Onza wog außerdem nur 27 Kilo - erwachsene weibliche Pumas bringen es auf 36 bis 60 Kilo. Damit scheint diese Katze ein ausgesprochener Schnellläufer zu sein, und tatsächlich wird der Onza nachgesagt, außerordentlich schnell zu sein.

Helmut Hemmer, der von diesen Geschichten hörte entwickelt nach der Untersuchung fossiler Knochen des Amerikanischen Geparden Acinonyx trumani (vor 10.000 Jahren ausgestorben) eine interessante Theorie: Die Onza könnte das fehlende Bindeglied zwischen Pumas und Geparden sein. Trotz der Ähnlichkeiten mit einem Geparden aber, ergab eine biochemische Untersuchung des National Cancer Institut in Washington, das sich die erlegte Onza nicht von einem herkömmlichen Puma unterscheidet, es konnte sich also nicht um eine neue Art handeln. Diese Katze hatte zwar einige ungewöhnliche Merkmale, und doch ähnelte sie einem Puma.

Noch einige Katzenarten, deren Existenz fraglich ist:

In England wird immer wieder eine etwa zwei Meter große pantherähnliche Katze gesehen, die unter anderem Schafe anfällt. Sie wurde bereits an mehreren verschiedenen Orten gefilmt und fotografiert. Möglicherweise handelt es sich hierbei um einen verwilderten Panther (schwarzen Leoparden).
In Australien wurde 1910 eine ca. 1,20m große schwarzweiß-gestreifte Katze erwähnt. 1925 erneut.
In Queensland beteuert jemand, eine dunkelgraue Katze mit zwei weißen horizontalen Streifen an der Seite gesehen zu haben
Im Amazonasgebiet soll eine schwarze Katze mit weißem Kehlfleck existieren. Sie ist größer als der Jaguar und lebt in Paaren.
Außerdem gibt es da den Marozi, den Löwen mit gepunktetem Fell.